Prüft alles und behaltet das Gute.
Dieser Satz aus dem 1. Thessalonicher Brief hat mich durchs Jahr begleitet. Zeit, Bilanz zu ziehen.
Ich behalte das Gute:
Ich bin gesund und meistens froh.
Enkel B. hat nach dem Umzug neue Freunde gefunden.
Wir sind tatsächlich schon 38 Jahre verheiratet.
Labrador Bruno durfte 14 Jahre alt werden und ist jetzt im Hundehimmel.
Ich konnte jemandem in einer schweren Situation beistehen und trösten.
Im September habe ich in Athen etwas ganz Neues angefangen. 10 Monate Dienst als Pastorin in einer neuen Stadt.
Ich habe gelernt, dass die Herdplatte „Augen der Küche“ heißt und dass es im Griechischen ein Wort für die kühle Brise am Morgen gibt.
Ich behalte, wie wichtig das Gebet für Frieden und Versöhnung ist, nicht nur (aber auch) am Volkstrauertag.
Wie froh Musik machen kann und
das Singen und Beten mit betagten Menschen im Altersheim.
Das Blau vom Himmel und vom Meer.
Die Farben der Bougainvillea pink und rot.
Die Sonne, die am Morgen auf den Dächern blinkt, wenn ich aus dem Fenster schaue.
Den Parkwächter, der jeden Morgen die Hunde begrüßt.
Telefonate gegen das Vermissen.
Das wunderbare Fenster in der Christuskirche. Wenn ich am Altar stehe, lese ich „BEN“ von GE-BEN. Und denke an meinen ältesten Sohn.
Das Geschenk, neue Menschen kennenzulernen.
Ich behalte die lustigen und klugen Sprüche von Enkel T. und die kleinen Briefe, die Enkelin T. mir schreibt.
All die treuen Freund:innen, mit denen ich verbunden bin.
Ich behalte Glaube, Hoffnung und Liebe
und gehe ins neue Jahr mit Zuversicht und dem Motto, das uns als Jahreslosung für 2026 gegeben ist:
Gott spricht, siehe, ich mache alles neu! Offenbarung 21,5
Ich wünsche Ihnen allen ein gutes Neues Jahr!
Pastorin Frauke Eiben
