Es ist Sommerzeit
Wenn in diesen Wochen kein Gottesdienst in der Kirche stattfindet, schicken wir Ihnen einen Sommerimpuls. Dieser erreicht Sie zu jedem Sonntagmorgen als ein Gruß aus der Gemeinde. Der Impuls ist individuell gestaltet, verbunden mit einem biblischen Wort, Gebet, einem Bild und persönlichen Gedanken dazu. Vorbereitet wird er von einer Gruppe aus der Gemeinde und in Absprache mit Pfarrer Martin Bergau.
Sommerimpuls 13. Juli 2025 – 4. Sonntag nach Trinitatis
Wochenspruch
Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen. (Galater 6,2)
Aus dem Psalm zur Woche
„Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem Gott meines Lebens.
Wann darf ich zum Tempel kommen und das Angesicht Gottes schauen?
Tränen sind mein einziges Brot am Tag und in der Nacht. …
An meine Tränen will ich denken und mir alles von der Seele reden – wenn ich dorthin ziehe in festlicher Schar, wenn ich wandere zu Gottes Haus. …
Was bist du so bedrückt, meine Seele? Warum bist du so aufgewühlt? Halte doch Ausschau nach Gott!
Denn bald werde ich ihm wieder danken.
Wenn ich nur sein Angesicht schaue, ist mir schon geholfen.“ (Aus Psalm 42)

(Kathedrale in Bath, Mittelengland, Juni 2025 – Foto: Kurt Riecke)
In diesem Sommer besuchte ich die Kathedrale in Bath/Mittelengland. Dort entdeckte ich den Rahmen mit Zettelchen der auf dem Foto zu sehen ist. Es ist eine kleine Gebetswand. Sie bietet die Möglichkeit, Sorgen in den Blick zu nehmen, sie aufzuschreiben und als Gebet in der Kirche zurückzulassen. Was für ein guter Weg, sich „alles von der Seele“ zu reden, zu schreiben. Es ist Beten in einer tieferen Dimension, die sich durch das Aufschreiben eröffnet. Die Menschen werden verändert aus der Kirche gegangen sein. Sie haben „Ausschau nach Gott“ gehalten, selbst wenn sie keine tiefgläubigen Menschen waren. Manche werden sich erinnert haben, dass sie Gott bald wieder danken werden. Welch eine Hilfe für die „betrübte Seele“, für das unruhige Herz, für uns. Gott trägt unsere Last mit. Der Wochenspruch ergänzt diesen Gedanken, indem er uns als Menschen auffordert, „des anderen Last“ mitzutragen.
Welche Gedanken würden Sie als Gebet an Gott auf die Zettelchen schreiben?
Und welcher Mensch fällt Ihnen ein, dem sie beim Tragen der Last helfen können?
Fürbitte
O Gott, Quelle allen Lebens, gib unseren führenden Menschen Weisheit, dass sie Gerechtigkeit und Frieden suchen.
Tröste alle, die die täglichen Ungerechtigkeiten des Krieges und der Konflikte erleben, die sich sehnen nach Frieden und Versöhnung.
Stärke alle mit Mitgefühl, die humanitäre Hilfe leisten und Erleichterung bringen.
Leite uns alle aus den Nationen der Welt zusammenzuarbeiten auf den Wegen deines Königreiches, wo alle Menschen mit Würde und Ehre behandelt werden.
Wir beten zu dir als unserem himmlischen Vater und im Namen Jesu.
Amen.
(Gebet aus der Kathedrale in Bath, Mittelengland)
Segenswunsch
Gott segne dich und behüte dich –
er stille deinen Durst nach einem erfüllten Leben.
Gott lasse leuchten sein Angesicht über dir und sei dir gnädig –
er schenke dir Licht, das deine Augen strahlen lässt.
Gott erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir Frieden –
er gebe deiner Seele Vertrauen und deinem Herzen Ruhe. Amen.
Pastor Kurt Riecke
